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Die Geschichte des Malteser Ordens

Geschichte des Malteserordens – Grundlage und Ursprung des Hospitaldienstes

1048
Kaufleute aus Amalfi errichten eine Kirche, ein Konvent und ein Hospital für Pilger jeglicher Herkunft und Glaubens in Jerusalem. Sie führen diese als religiöse Klostergemeinschaft.
1113
stellt der Papst Pascalis II das Hospital unter den Schutz der Kirche.
Mit der Gründung des Königreiches von Jerusalem am Anfang des 12. Jahrhunderts, übernimmt der Orden auch militärische Aufgaben zur Verteidigung der eroberten Gebiete und zum Schutz von Kranken und Pilgern. Neben dem Hospitaldienst gewinnt die Verteidigung des Christentums an Bedeutung.
Das achtspitzige weisse Kreuz auf rotem Grund wird als sinnbildhaftes Emblem übernommen; es bleibt von nun an Symbol des Ordens.
1291
Nach dem Verlust von Akkon, der letzten Bastion der Christenheit im Heiligen Land, zieht sich der Orden
1310
nach Rhodos zurück.
Zur Verteidigung der christlichen Welt baut der Orden eine mächtige Flotte, mit der er das östliche Mittelmeer kontrolliert und sich in verschiedenen Seeschlachten bewährt. In den Anfang des 14. Jahrhunderts fällt auch die strukturelle Organisation des Ordens. Aufgrund der Herkunftsgebiete seiner Mitglieder ist der Orden in Zungen eingeteilt: Provence, Auvergne, Frankreich, Italien, Aragon, England, Deutschland und später noch Kastilien.
1523
Nach sechsmonatiger Belagerung und schweren Kämpfen gegen die mächtige Flotte und das überlegene Heer von Sultan Süleyman dem Prächtigen, müssen sich die Ordensritter ergeben. Sie sind gezwungen – unter ehrenvollem Abzug – die Insel Rhodos zu verlassen.
1530
überlässt Kaiser Karl V den Ordensrittern die Insel Malta. Zu diesem Zeitpunkt wird vereinbart, sich bei kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen christlichen Nationen neutral zu verhalten. Der Orden übernimmt nach du nach den Namen seines neuen Herrschaftsgebietes.
1538
bekennt sich die Balley Brandenburg zur Reformation. Sie führt weiterhin den Namen des gemeinsamen Ordenspatrons. Johanniter und Malteser Orden teilen und vereinen jedoch bis heute ihre Anstrengungen zum Wohle Benachteiligter.
1565
wehren die Ritter unter der Führung ihres Grossmeisters Fra' Jean de la Valette die über dreimonatige grosse osmanische Belagerung ab. Die Hauptstadt von Malta und die Hafenanlage werden darauf hin befestigt. Die Stadt trägt heute noch den Namen "Valletta", in Erinnerungen an ihren grossen Verteidiger.
1571
hat die Flotte des Ordens in der Seeschlacht von Lepanto einen wesentlichen Anteil an der endgültigen Vernichtung der osmanischen Seemacht.
1798
besetzt Napoleon Bonaparte auf dem Weg nach Ägypten die Insel Malta. Da es den Rittern untersagt ist, gegen Christen die Waffen zu erheben, sind sie genötigt, die Insel zu verlassen.
1802
werden im Vertrag von Amiens die souveränen Rechte des Ordens bestätigt. Er kann jedoch nicht mehr auf die Insel zurückkehren.
1834
lässt sich der Orden endgültig in Rom nieder. Er besitzt unter dem Schutz der Exterritorialität den Magistralpalast an der Via Condotti 68 und  die Magistralvilla auf dem Aventin.
Ab diesem Zeitpunkt nimmt der Orden keine militärischen Tätigkeiten mehr wahr. Die ursprüngliche Mission des Hospitaldienstes wird wieder zu seiner Hauptaufgabe.
Während des 1. und 2. Weltkrieges werden die karitativen Aktivitäten intensiviert und in alle Welt hinaus getragen. Rund um den Globus entstehen nationale Assoziationen.

Malteser Orden in der Schweiz

1961
wird die Helvetische Assoziation gegründet. Sie umfasst inzwischen knapp 200 Ordensleute.
1974
wird der Malteser Hospitaldienst Schweiz (MHDS) ins Leben gerufen. Heute zählt der MHDS um die 1‘000 Mitglieder.